Der Begriff Resilienz bedeutet psychologische Widerstandsfähigkeit, dessen dazupassendes Symbol der Bambus darstellt, da er fest und stabil, aber trotzdem gleichzeitig beweglich und flexibel ist.
Resilienz ist dynamisch – Gott sei Dank. Das bedeutet, man kann sich Resilienz auf jeden Fall, wenn man damit nicht von Anfang an gesegnet ist, erarbeiten beziehungsweise erlernen kann. Allerdings sollte man sich dies auch auf die Dauer kontinuierlich aufrechterhalten, da es eben genau aus diesem Grund auch sein kann, dass man das Erarbeitete bzw. Erlernte auch wieder verlieren kann. Außerdem variiert die Resilienz auch von Individuum zu Individuum und ist auch abhängig von den Lebensumständen und Situationen, in der sich die jeweilige Person befindet. Wenn man sich gerade in einer ohnehin schweren Phase befindet und dann tritt noch etwas Unerwartetes, einschneidend Negatives ins Leben, dass das ganze Leben auf den Kopf stellt, ist es natürlich definitiv schwerer, hier wieder aus seinem Loch rauszukommen, wenn die Kräfte an sich zuvor schon geschwächt waren. Trotzdem denke ich, dass es auf jeden Fall Sinn macht, Resilienz schon so früh wie möglich zu beginnen aufzubauen, auch in einer Phase, in der es einem noch gut geht.
Es ist meiner Meinung nach wichtig, sich von vornherein ein gewisses Sicherheitsgefühl in sich selbst aufzubauen, damit man, grundsätzlich für sich selbst das Gefühl hat, dass man alles Negative, was auch auf einen zukommt, überstehen kann. Für dieses Sicherheitsgefühl förderlich ist bestimmt Meditation, sich täglich Affirmationen zu sagen, um neue Glaubenssätze zu bilden und somit die alten Glaubenssätze zu „überschreiben“, das Führen eines Dankbarkeitstagebuches, raus in die Natur gehen und achtsam im Hier und Jetzt zu sein und nicht zu sehr in die Vergangenheit abzudriften und zu sorgenvoll in die Zukunft zu sehen. Ein ganz wichtiger Punkt, was den Resilienz-Aufbau angeht, ist meiner Meinung auch die Spiritualität. Dieses Vertrauen in das Universum, in sich selbst und ins Leben zu haben – ich denke, dass das sehr dazu beiträgt eine höhere Resilienz in Bezug auf Krisen zu haben. Es heißt nicht umsonst, der Glaube kann Berge versetzen. Die soziale Komponente spielt sicher auch eine Rolle – Familie und Freunde – ein gewisses Auffangnetz – zu haben. Hier geht es natürlich darum, die „richtigen“ Leute um sich zu haben, die einen verstehen und als Stütze fungieren.
Natürlich bringt es einem auch nichts, wenn man an sich ein superresilienter Mensch ist, aber dann dauerhaft z.B. einen Job ausübt, der einen nicht glücklich macht oder dessen Arbeitsumfeld kontinuierlich energieraubend ist. Da bringt einem dann die beste Resilienz nichts, wenn das dann ein negativer Dauerzustand ist. Da muss man dann auf sich schauen und sich von diesem Job lösen und sich einen Job suchen, der einen auch wirklich erfüllt und wo man glücklich ist.
Also, Priorität sollte auf jeden Fall sein, zu schauen, wie bzw. womit man glücklich ist und gleichzeitig dann aber für unvorhersehbare Ereignisse genug Resilienz zu besitzen bzw. aufgebaut zu haben, um diesen standzuhalten und sich davon wieder erholen zu können.
Ich finde es gut, dass Frau Mag.a Romana Sailer neue Themenbeiträge zum Thema Resilienz beigesteuert hat bzw. auch aktiv sich zu den Diskussionsbeiträgen geäußert hat.
Ansonsten würde ich mir mehr praktische Übungen zum Resilienz-Aufbau wünschen.
Danke auf jeden Fall für den Kurs!
Kurs: Zertifikat Resilienz
Autor*in: Verena B.




